An den ersten heißen Tagen denkt man sich noch: “Ach, schön! Endlich wieder Sonnenschein!”. Wenn die Wärmeperiode jedoch anhält, wird die ach so warme Zeit immer unerträglicher, da der Körper und die Konzentrationsfähigkeit unter der Hitze leiden.
Wenn die Kunden schwitzen freuen sich die Klimaanlagen-Verkäufer. Der Verkauf von Klimageräten ist nämlich so wetterabhängig wie der Verkauf keines anderen Produktes.
Unterdrückung der Symptome
Viele Kritiker bemängeln, dass der Gebrauch der Klimaanlagen nur das Beseitigen der Symptome ist und man sich lieber Gedanken um die Ursachen machen sollte. Damit sind Baumängel oder falsche Bauplanung gemeint. Beim Hausbau geht es beispielsweise viel mehr um die Optik, wenn man an die Fensterplanung denkt. Wer wünscht sich nicht lichtdurchflutete Räume? Doch an Tagen, an denen über 30 Grad mit Sonnenschein herrschen, dann könnte man das ein oder andere zusätzlich Fenster bereuen. Neben dem können falsch durchgeführte Gebäudedämmungen oder Wintergärten die Innentemperatur unnötig weit steigen lassen und zu unnötigen Schweißausbrüchen führen kann. An sich sollte man das Einstrahlen von übermäßiger Sonne vermeiden, doch wenn man sich mit dunklen Räumen nicht anfreunden will, kann man auch zu der etwas energieverbrauchenderen Variante der Klimaanlage greifen.
Stiftung Warentest verschafft Klarheit
Um beim Kauf von Klimageräten nicht vollkommen im Dunkeln zu tappen, hat sich Stiftung Warentest mit diesem Thema befasst und insgesamt 5 Geräte auf Herz und Nieren geprüft. Um auf ein repräsentatives Ergebnis zu kommen, wurde eine Modellraum (14 qm) von 35 auf 30 Grad Celsius und von 35 auf 25 Grad Celsius herunter gekühlt. Beim Gebrauch wurden Punkte wie Energieeffizienz im Betrieb, Luftströmung, Temperaturverteilung und Effizienz der Entfeuchtung näher unter die Lupe genommen. Neben dem spielten auch andere Umweltfaktoren wie Geräuschentwicklung und Treibhauswirkung des Kältemittels eine Rolle.
Die Top 3
Da Splitgeräte die teurere Variante beim Klimaanlagen-Kauf sind, sollte man sich vielleicht ein paar mehr Gedanken bei der Auswahl machen. Die folgenden 3 Split-Klimageräte hat Stiftung Warentest mit Gut ausgezeichnet.
- Stiebel Eltron
Dieses Gerät schnitt bei dem Test am Besten (Note 2,0) und zeigt eine sehr hohe Energieeffizienz. Es läuft besonders leise und kann auch für große Zimmer genutzt werden. Dafür sollte man jedoch 2.010€ aufbringen. - Der Daikin macht den zweiten Platz. Er arbeitet effizient, kann auch in großen Räumen genutzt werden. Er besticht mit vielen Einstell- und Nutzungsmöglichkeiten. Bei der Sicherheit und Verarbeitung kassiert er jedoch einige Minuspunkte.
- Last but not least: Einhell. Für lediglich 800 € bekommt man ein gutes Klimagerät (Note 2,4). Nachteilig ist, dass es zum Teil zu starken Luftströmungen und einem hohen Stanby-Verbrauch kommt.